es ist doch ein Rennrad geworden

nun ist es passiert. Nachdem ich zunächst gezweifelt habe, habe ich mir letztlich doch ein Rennrad zugelegt. Seit September 2018 steht somit ein Rad mehr bei mir herum. Es ist letztlich so, wie es mir schon

Jens erzählt hat: mit gleichem Kraftaufwand fährt man einfach mal ein paar km/h schneller.

Und so kommt es, dass ich immer mehr zum Rennrad greife statt zum MTB. Wenn man einfach nur ein paar Kilometer runterreißen will, so fällt das mit Rennrad auf der Straße oder einem Radweg eben einfach leichter. So habe ich auf den ersten Fahrten mit dem Rennrad mal schnell auf den meisten Segmenten neue persönliche Rekorde aufgestellt. 

Man ist natürlich nicht ganz so flexibel und auf guten Untergrund angewiesen, die dadurch nötigen Umwege holt man aber durch das höhere Tempo wieder rein – und reißt dadurch mehr Kilometer runter ;-)   Nach 1 Monat, den ich auch noch z.T. verreist war, hatte ich über 300km mit dem Rad runter. Es fährt sich halt so weg. Aber gut, diese Entfernung fahre ich in manchen Monaten auch locker mit dem MTB. Da ich nun aber doch ein Rennrad habe, habe ich halt auch die (Qual der) Wahl.

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Einer meiner ersten Ausflüge mit dem RR führt mich auf den Kyffhäuser

Auf dem Rad selbst habe ich mich fast auf Anhieb wohl gefühlt. Es handelt sich um ein eher gemäßigtes Rennrad-Modell, es hat auch recht breite Reifen (28×622 bzw 700x28C). Die Sitzposition ist für ein Rennrad doch eher gemäßigt. Ungewohnt war und ist trotzdem noch die recht gestreckte Haltung. Der Sattel ist einer der rundlicheren Modelle und scheint mir doch besser zu liegen, als der recht ebene/flache, den ich (nach einem Tausch) am MTB fahre.

Etwas ist mir noch aufgefallen: gegen Ende einer der ersten Fahrten meldete sich mein Rücken. Am nächsten Tag waren aber meine seit einiger Zeit bestehenden Rückenprobleme fast verschwunden. Hat die gestrecktere Haltung ihre Vorteile? Ähnliches mit meinen Knien. Ich habe keine chronischen Knie-Probleme, aber bei manchen längeren Fahrten machen sie sich doch ein wenig bemerkbar. Bisher ist das beim Rennrad noch nicht aufgetreten, auch nicht bei meiner Tour zum Kyffhäuser. Liegt das evtl daran, dass die Rennradkubel 172,5mm lang ist – während ich am MTB 175mm fahre? Daniel hat vor kurzem ähnliches berichtet: für das 24-Stunden Rennen bei Rad am Ring hatte er andere Zahnkränze verbaut – und da war eine 172,5mm Kurbel dran. Damit hatte er nicht die sonst „üblichen“ Probleme mit den Knien.

Und nun? Vielleicht schaffe ich jetzt ja mehr Kilometer im Jahr, jetzt, wo ich doch ein Rennrad habe. Das hängt aber von zu vielen Faktoren ab, um das allein auf’s Rennrad schieben zu können. Die Probleme fangen jetzt erst richtig an  ;-)   :  doppelte Ersatzteilhaltung – zumindest habe ich meistens einen Schlauch und einen Mantel da, meist auch eine Kette und ein paar Ritzel, ein paar Bremssteine…da kommt manches an Kleinkram zusammen. Teste ich das Rennrad auch mal schlauchlos? Mal sehen….

 

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