Rennrad oder nicht – Zweifel eines MTB-Fahrers

Rennrad oder nicht – das ist hier die Frage. Und wer ist schuld? Ich nenne ihn mal Jens. Ohne zu fragen hat der sich ein Rennrad geholt. Nun ist ist das aber der „Trainingspartner“ *hust* mit dem ich am meisten Zeit im Sattel verbringe. Bisher kein großes Problem, er musste nicht zu lange warten bis ich wieder dran war. Gelegentlich verliert sein Reifen auch Luft, bricht ein Schaltauge oder ähnliches – sonst wäre sein Vorsprung doch größer. Jetzt also Rennrad. Und ich hechle mit MTB hinterher. Jedenfalls auf den üblichen Asphaltrunden. Die fahre ich in letzter Zeit häufiger. Zwar hat letzten die Lampenfahrt durch den Wald mit Jens und Björn viel Spaß gemacht – aber immer brauche ich auch nicht so ein Modder – und das Rad schon gar nicht. 

Hol ich mir auch ein Rennrad oder nicht? Also als zusätzliches Rad, weg vom MTB will ich nicht. Bisher habe ich Rennrad immer verneint, Sieht blöd aus, wenn der Bauch auf dem Oberrohr liegt. Ich weiß nicht mal, ob ein Rennrad mich überhaupt tragen würde?  🙁  Vor allem wenn ich mich mit Rennrädern noch weniger aus, als mit Mountainbikes. Wie ist bei Rennrädern die Hierarchie der Schaltungen? Worauf muss man sonst noch so achten? Wie sind die Abstufungen für die diversen Einsatzzwecke? Brauche ich ein Rennrad „Race“ oder eher „Marathon“? Sind die Unterschiede wirklich spürbar bzw entscheidend  – vor allem für Neulinge – oder ist das alles nur Marketing?

Jetzt gibt es sogar Rennräder mit Scheibenbremsen. Bringt das was? Am MTB finde ich die echt klasse, ich hatte mit V-Brakes schon etliche Felgen durchgebremst, da zogen sich wirklich schon Risse um die Flanke. Nicht, weil ich so viel fuhr, eher weil mir Modder und Morast damals weniger ausgemacht haben und dementsprechend immer Dreck zwischen Bremsgummi und Felge war. Da sind Scheibenbremsen in Verbindung mit schlauchlos geradezu genial. Na gut, schlauchlos gibt es bei Rennrädern wohl auch. Aber machen die Scheibenbremsen auch Sinn? Fragen über Fragen. Zumindest treiben die Bremsen den Preis in die Höhe.

Wenigstens bei den Schaltungen sehe ich jetzt etwas durch: 105 – Ultegra – Dura-Ace ist die in Qualität und Preis aufsteigende Reihenfolge bei Shimano. Bei so ziemlich allem anderen….? Dabei habe ich mit Rennrad angefangen – zumindest so etwas in der Art. Mein 3. Rad (nach Bambi-Rad und 24er Kinderrad) war schon eine Art Rennrad. Also zumindest hatte es einen Rennrad-Lenker und eine 3-Gang-Schaltung ohne Rastung. Daran sieht man schon, dass das kurz nach’m Krieg gewesen sein muss. 😉

Geplant ist, ein eventuelles Rennrad als Zweitrad. Damit würde ich auch bei schlechterem Wetter auf den hier reichlich vorhandenen Radwegen eine Runde drehen oder mal eine längere Asphalt-Tour unternehmen – falls das geht, ich habe am MTB schon mal den Lenker wg. Problemen mit dem Kreuz etwas hochgesetzt. Beim Rennrad ist die Sattelüberhöhung ja noch größer.

Wer Tipps und Hinweise hat – immer rein in die Kommentare. Bin für jeden Rat dankbar. Ansonsten grüble ich nächstes Jahr noch, was ich mache. Eine gewisse „Schamfrist“ muss ich eh noch verstreichen lassen….

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