Grenzsteintrophy oder Jute Jungs bei der GST18

Die Hintergrundarbeiten am Blog zur DSGVO sind weitestgehend abgeschlossen, der Stress auf Arbeit hat etwas nachgelassen. So gibt es erst jetzt nach langer Zeit wieder einen Beitrag von uns. Anlass ist die Grenzsteintrophy. Björn und Daniel machen eine Tour wahr, die ich bereits mehrfach – z.B. hier – erwähnt habe. Beide nehmen an der Grenzsteintrophy 2018 teil. Es werden also 2 Jute Jungs bei der gst18 (so das offizielle Kürzel bzw Hashtag bei Twitter, FB und Co) mitfahren. Ich bin ja hin- und hergerissen. Einerseits bin ichja ein wenig neidisch, dass die Beiden da teilnehmen. Andererseits sind mir die knapp 2 Wochen  auch zu viel Zeit, um sie da reinzustecken. So weit geht meine Liebe zum Radfahren dann vielleicht doch nicht……

Strapaziös wird das ganze auf jeden Fall. Es sind rund 1227 km und 18000 hm zurückzulegen. Geplant ist, das ganze in ca. 10 Tagen zu schaffen. Im Schnitt wären das dann also 122,7 km und 1800 hm je Tag. Dieses Jahr führt die Trophy von Süd nach Nord. Auf der Landkarte bewegen sich die Fahrer nach oben, vom Gelände her geht es eher abwärts. Das heißt aber auch, dass die stärksten Steigungen fast am Anfang der GST18 kommen. Zumindest geht es dort lt. Höhenprofil schon mächtig auf und ab. Der Harz selbst mit dem Brocken (1141m) als höchsten Punkt der GST erreicht man etwa  kurz nach der Hälfte des Weges bei 697km. Also vielleicht werden es dann nur 50km je Tag, dafür 2500 hm?

gst18_hoehenprofil
Das Höhenprofil der gst18

Ich habe mal geschaut, was wir bei unseren Ausflügen in den Harz so gefahren sind. Da komme ich auf 50km und 1200hm bei ca 4,5 Stunden reiner Fahrzeit. Ein andermal waren es knapp 58 km und 1340hm in knapp 4,5 Stunden. Wer jetzt denkt, dass dann in 10 Stunden automatisch 100km und 2600hm locker drin sind…. der oder die hat dann so eine Tour noch nicht gemacht. Im Harz waren die Wege ausgeschildert und gut befahrbar, zudem kannten sich einige von uns dort aus. Wenn man in 4 Stunden seine 1000hm weg hat, dann schafft man in den nächsten 4 Stunden nur noch 600hm. Zudem geht es bei der GST18 am nächsten Tag auch noch weiter. Will sagen: es wird nicht leicht.

Es wird auch nicht wesentlich leichter, wenn man den Harz hinter sich hat. Zwar sollen dann weniger Höhenmeter zu Bewältigung der Strecke nötig sein – aber dann geht es wahrscheinlich darum, verlorenen Boden wieder gut zu machen – also mehr km zu treten. Und dass auch der angeblich so flache Norden nicht ganz frei von anstrengenden Erhebungen ist, konnten einige von uns bei der Tour nach Malchow erfahren.  

29 Fahrer sind dieses Jahr zugelassen, wie erwähnt sind davon 2 Jute Jungs bei der GST18 dabei. Der Prolog startet morgen, am 15.06.2018 um 12 Uhr vorm Brandenburger Tor. Dort wird der Verlauf der ehemaligen Berliner Mauer abgefahren. Die Route entspricht damit – von zwischenzeitlichen Änderungen abgesehen – unserer Mauertour. Björn und Daniel werden dabei noch nicht dabei sein. Die beiden starten erst am 17.06.2018 um 8 Uhr beim offiziellen Start der eigentlichen Trophy im ehemaligen Dreiländereck BRD-DDR-CSSR.

Die teilnehmenden Fahrer haben die gpx-Tracks per Mail erhalten. Diese Tracks und auch die tatsächlich gefahrenen Strecken sind nicht zur Veröffentlichung gedacht und sollen auch nicht bei Strava oder ähnlichen Portalen (öffentlich) hochgeladen werden. Jeder, der den Track haben möchte, kann ihn beim Organisator anfordern, sollte aber auch Gegenleistungen erbringen. Wir werden das hier selbstverständlich respektieren und keine Track-Daten veröffentlichen. Die Tracks aus den letzten Jahren sind mittlerweile veraltet. Gefahren wird ja auf dem ehemaligen Kolonnenweg der DDR-Grenzer, derzeit versucht man, auch ein paar Wanderwege auf ehemaliger Westseite mit aufzunehmen. Hinzu kommen neue Hindernisse wie eingezäunte Weiden o.ä. Einige entspr. Links auf der GST-Seite führen ins Leere, in den FAQ zur GST ist aber einiges diesbezüglich nachzulesen.

gst18_route
hier an der magenta-farbenen Strecke war früher die Grenze zwischen Ost und West

Im Stillen habe ich armer Schreiberling ja gehofft, dass mir die 2 Jute Jungs bei der GST18 ein paar Fotos zukommen lassen oder mal berichten, wie der Stand der Vorbereitungen ist… Zumindest Björn hat versprochen, mal zu berichten. Er wird auch seine Freunde via FB informieren, ich habe die Erlaubnis, daraus ein paar Beiträge für diese Seite hier zu „Zaubern“. Dabei werde ich seine Texte wohl nur um allzu persönliche Anmerkungen erleichtern, die außer ihm und seinen Freunden nichts angehen.

Im Moment weiß ich halt nur, dass die Vorbereitungen eben laufen. Einer der beiden hat sich noch mal eben ein tolles neues Rad gegönnt, genauer gesagt ein Konstructive Ammolite, feinste Carbonware, nicht von der Stange. Vorn setzt er dabei jetzt auf Einfach, diese Überlegungen hat er somit für sich bereits entschieden. Jetzt geht es irgendwie darum, das Gepäck gut zu verteilen. Die GST ist schließlich eine Selbstversorger-Fahrt. Alles was man benötigt sollte man dabei haben oder unterwegs kaufen. Da die Tour durch z.T. relativ abgelegene Gebiete führt, sollte auch ein wenig Werkzeug dabei sein. Flickzeug, Ersatzteile (Schlauch? Kettenniete?) Regenzeug, Trinkblase, Akkupack, etwas Verpflegung… ein Pflaster dabei zu haben oder etwas gegen Magen-/Darmbeschwerden schadet sich auch nicht.

Da kommt so einiges zusammen. Das Leichte gehört wohl eher in den Rucksack, dazu noch eine Rahmentasche oder eine Lenkertasche? Oder eine größere Tasche an der Sattelstütze die auch als Spritzschutz dient? Ich warte auf Fotos der fertig gepackten Räder!

2 Jute Jungs bei der GST18 – bleibt mir an dieser Stelle nur, ihnen zu sagen: toi toi toi und gute Fahrt.  Allzeit genug Luft in den Reifen, möge die Technik Euch nicht im Stich lassen und kommt gesund wieder an! Viel Spaß – und versorgt uns hier mit Infos und Bildern!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.