Ein halbes Jahr mit dem Rennrad

Ein gutes halbes Jahr mit dem Rennrad habe ich jetzt hinter mir – und ich stelle mir nur noch die Frage, warum ich mir nicht schon vor vielen Jahren eins zugelegt habe. Von den wenigen verschneiten oder eisigen Tag im letzten Winter abgesehen, wählte ich meistens das Rennrad, wenn ich ein paar Kilometer fahren wollte. Es waren


vielleicht nicht wirklich viele Kilometer – zumindest verglichen mit manch anderen. Aber 1700km sind zusammengekommen – im Winter, also zumindest in einer relativ ungemütlichen Jahreszeit. Da waren jetzt natürlich auch die „größeren“ Touren zum Kyffhäuser und auch die nach Usedom dabei. Auch sonst nahm ich aber öfter das Rennrad vom Haken um mal schnell eine Runde zu drehen – und die war dann oft 40 oder 50km lang statt die 30km Hausrunde mit MTB. Von der Zeit her nahmen sich das nichts. Außerdem wurde ich meist nicht ganz so dreckig….

meine erste „größere“ Tour mit dem RR führte zum Kyffhäuser

Was ich irgendwie seltsam finde: das Rennrad wirkt wendiger und agiler als mein MTB. Sorry, ich bin neu auf dem Rennrad. Ich hatte eigentlich angenommen, dass ein MTB wendiger ist. Damit muss man schließlich im Wald, auf dem Singeltrail schnell um Hindernisse kurven, die Richtung ändern, Bäumen, Wurzeln und Steinen ausweichen.

Jetzt, wo ein halbes Jahr mit dem Rennrad hinter mir liegt stelle ich fest: falsch gedacht. Das Rennrad ist wendiger. Der Radstand ist kürzer. Bei stärkerem Lenkereinschlag berühren meine Schuhe das Vorderrad wenn die Pedale waagerecht stehen. Freihändig fahren fällt schwerer, da das Rad da schnell unruhig wird. Sicher muss man mit Rennrad auch schnell um die Kurve kommen – aber wie gerade erwähnt habe ich anderes vermutet.

von Altlandsberg nach Usedom (genauer Heringsdorf) war es dann schon etwas weiter

Was mir weiter auffiel: der Sattel (Fizik Aliante) passt scheinbar bestens zu meinem Allerwertesten. Der Sattel hat eine eher rundliche Form, ich sitze da eher „im“ Rad. Auf dem MTB habe ich seit ca. 3 Jahren nach Ersatz des originalen Syncros-Sattels ein eher flaches/ebenes Modell. Ich kann damit fahren – aber da sitze ich eher „auf“ dem Rad, der rundlichere Syncros passte doch besser.

Mir fehlt der Vergleich zu anderen Rennrädern – aber die Sattelstütze scheint doch einiges wegzufedern. Mein Problem ist nur, dass ich das Maximalgewicht der Stütze fast ausreize. Irgendwo las ich mal, dass man (auf Rennrad? beim Training?) höhere Trittfrequenzen fahren soll. Das habe ich mal probiert. Bei ca. 105 U/min fängt die Stütze zu vibrieren hat, das überträgt sich auf den Sattel und ist schon fast unangenehm. Also rechtzeitig schalten….oder Fettabsaugung ;-)

Das waren schon die einzigen Dinge, die mir etwas negativ aufgefallen sind. Das sind aber wirklich Kleinigkeiten, die ich hier zwar nennen wollte aber auch nicht überbewerten möchte. Hätte ich das Rennrad doch nur schon früher angeschafft – ich hätte wesentlich mehr Kilometer auf der Uhr!

Jetzt muss ich für 2019 nur eine längere Tour überlegen. Ein paar Ideen habe ich schon – das wird aber erst verraten, wenn es spruchreif ist….

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