Müggelberge – warum in die Ferne schweifen

warum in die Ferne schweifen wenn das Gute liegt so nah? Man muss ja nicht gleich immer einen Urlaub planen, um schöne Ausfahrten zu unternehmen, es gibt oft in der Umgebung schon ein paar schöne Bike-Reviere, z.B. die Müggelberge.  Ich habe 2-4 Kurse fast direkt vor der Tür. Dazu zählt z.B. eine ganz kurze Tour wenn wenig Zeit ist oder ich nicht weit weg kann (Stichwort Notdienst). Dann gibt es 2 Routen, wo es recht viel Asphalt gibt – wenn es mal schneller sein darf oder es im Wald zu dreckig ist oder zu viel Bäume im Weg liegen. Außerdem meine Stammrunde um Bötz- Fänger- und/oder Straussee. Ich tu mich aber ein wenig schwer damit, komplett unbekannte oder neue Routen (allein) zu fahren. Nicht, weil ich nicht will – ich komme einfach nicht auf die Idee. Die Tour zur Barbarossa-Höhle war da fast eine Ausnahme.

Vor kurzem hat aber Oli nachgefragt, ob mal jemand mit in die Müggelberge kommt. Björn, Jens und ich waren von der Idee sofort angetan.Ein Problem war mal wieder die Terminfindung. Der ursprünglich Termin fiel schon aus. Sturm Xavier war gerade durch und beruflich kam auch was dazwischen. Letztlich wurde es dann der 14.10. – allerdings blieben nur Oli und ich übrig, Jens und Björn waren wieder verhindert.

Treffpunkt war Neuenhagen. An der Trainierbahn entlang Richtung Hoppegarten, dort an der Erpe entlang bis Friedrichshagen. Hier fährt man schon weitab der Strasse durch den Wald, muss allerdings einmal die Chaussee überqueren. Wir sind dann direkt die Bölschestraße in Friedrichshagen bis zur ehemaligen BürgerBräu-Brauerei und dort durch den Tunnel auf die andere Seite des Müggelsees. Hab hier war ich Oli ausgeliefert. Ich war zwar schon 2-3 mal dort – aber Oli fährt dort seit mehreren Jahren und kennt fast jeden Waldweg.
Sturm Xavier war jetzt gut eine Woche her und in den Wäldern wurde natürlich noch nicht „aufgeräumt“, so mußten wir doch die Räder das eine oder andere Mal tragen oder einen anderen Weg nehmen. Das Wetter hat mitgespielt, knapp unter 20 Grad, trocken. Etwas sonniger hätte es sein können – hätte auf dem Video (siehe unten) besser ausgesehen.

Überraschender Weise trafen wir auf relativ viele Mountainbiker. So trafen wir „Jungs und Mädchen“ von MTB Berlin, die gerade den Weg zum höchsten natürlichen Punkt Berlins (114,8m) befuhren, als wird nach unten unterwegs waren. Ein umgestürzter Baum bremste uns alle aus.

mueggelberge

Wie so oft hatte ich Mühe, an Oli dran zu bleiben – aber ich wußte ja, worauf ich mich einließ. 😉  Die Müggelberge sind schon einen Ausflug wert. Man kann dort stundenlang umherfahren ohne dass es langweilig wird. Es kommen sogar ein paar Höhenmeter zusammen – schließlich findet man dort auch die höchste natürlich Erhebung Berlins. Bei dieser Tour waren es 534 hm. Hört sich vielleicht nicht all zuviel an – An- und Abfahrt sind aber schon zusammen ca. 35km im flachen Gelände. Die Höhenmeter fielen also großteils innerhalb von 25-30 km an. also mir hat es gereicht…

Die Rücktour führte dann über Rahnsdorf und Schöneiche wieder nach Neuenhagen. Nach gut 4 Stunden war die Tour somit leider schon wieder vorbei.

Und hier ein kleines Video der Tour:

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