Das 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017 – ein Bericht

Das war nun das 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017. Eigentlich dauerte es nur 22 Stunden, da der Start auf Grund des Wetters um 2 Stunden nach hinten verlegt wurde – aber der Reihe nach….

Anreise

Jens und ich – also 2 der Juten Jungs aus der Berliner Ecke – machten uns am Freitag gegen Mittag auf den Weg Richtung Ahrensbök. Das Auto voll (alles irgendwie nur reingeworfen), die Räder im Wohnwagen. Das Wetter war noch trocken. Seit Tagen haben ich diverse Wetter-Apps immer wieder nach dem Wochenendwetter für Ahrensbök befragt. Zunächst hieß es, das komplette Wochenende sei verregnet, dann schob sich die Regenzeit immer weiter nach vorn. Statt Sonnabend und Sonntag sollte es nur noch Freitag und Sonnabend regnen. Was mich beruhigte, war die Prognose, dass es jeweils nur 0,2 – 0,4 Liter je Quadratmeter sein sollten.

Es kam anders. Irgendwann auf der Autobahn Richtung Norden begann es zu nieseln. Aber gut, damit war ja zu rechnen. Nach einem kurzen Kaffee-Stopp und etwas Wartezeit im Stau bei Lübeck erreichte uns die Nachricht, dass Daniel schon vor Ort war. Es gab Bilder einer Rampe… Was war da los? Die Strecke sollte angeblich im Vergleich zu 2016 doch nur leicht angepaßt worden sein? Die Treppe sollte man umfahren können und die Bachdurchfahrt sollte fehlen. Kurz darauf waren auch Jens und ich an der Rennstrecke des 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017.

Wir beschlossen, unser Lager direkt an der Strecke zu errichten – genau dort, wo es zur Rampe ging. Ich brauchte mir die Rampe eigentlich nicht mal ansehen – so etwas ist nicht meins. Ich würde immer den direkt daneben liegenden „Chicken-Way“ für die ängstlichen Hühner wählen. Selbst der hatte es meiner Meinungen nach noch in sich: recht steil an Bäumen vorbei die Böschung herunter, dann rechtzeitig scharf nach links, damit man es über die Holz-Bretter-Brücke schafft und direkt dahinter eine ordentliche Steigung hoch. Doch zunächst hieß es: Wohnwagen aufbauen und Kabel ziehen. Es nieselte immer noch…

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Mittlerweile kamen die restlichen Juten Jungs: Björn, Martin und Sven rollten auf das Gelände. Zunächst großes Händeschütteln. Ich kannte (diesen) Björn und Sven noch nicht, es sollte sich aber herausstellen, das wir bestens zusammen passten. Das Einzige was mich an den beiden stört: auch die sind wieder schneller als ich…  😉  (Ich weiß gar nicht, ob wir uns schon so gut kennen, dass ich mir so einen Spruch erlauben kann…?) Auch hier: erst mal zur Rampe. Björn schien sofort einen Sprung wagen zu wollen, ließ es dann aber doch. Also wie gehabt: Wohnwagen aufbauen – diesmal mit Vorzelt, was für ein Glück! Die ganze Zeit über: Nieselregen…

Blick von der Rampe beim 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017
Blick von der Rampe beim 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017
der geplante Chicken-Way beim 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017
der geplante Chicken-Way beim 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017

Dann schwang sich Björn doch auf sein Rad – und probierte den Chicken-Way aus. Runter, dicht an den linken Baum ran, unten vorm Baum nach links über die Brücken – und dann war Schluss…  der Dreck klebte am Reifen, dass recht feine Profil war zu – kein Grip um die Böschung hinter der Brücke raufzukommen. Später gab es die Nachricht, dass die Organisatoren, die einen Fahrradshop betreiben nochmal grobstollige Reifen holen. Hier wäre wirklich grobes Material nötig, festen Untergrund gab es praktisch nicht und damit braucht man dann eigentlich doch Spezialisten statt Allrounder wie hier mal beschrieben.

Wir bleiben bei unseren Reifen und waren somit auf Racing Ralph, Nobby Nic oder Speed King unterwegs, gerutscht sind letztlich alle.

Die Strecke

Wir beschlossen, die Strecke des 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017 abzulaufen. Start wie letztes Jahr an der Einmündung des Weges zur Schießhalle. Von dort Richtung Treppe, dann aber nach Rechts Richtung Bachdurchfahrt von 2016. Allerdings ging es nicht über den Bach sondern weiter am Bach entlang. Hinter der Durchfahrt dann ein kleiner, zum Bach abfallender Bretter-Weg. Anschließend ging es zur Treppe. Eine Umfahrung war für mich nicht erkennbar.

Es ging weiter den „alten“ Weg – wir haben aber kurz nach der Treppe abgekürzt und sind wieder Richtung Bach. Hier kam noch ein extrem schlammiges Wegstück. Wo man letztes Jahr von der „Waldautobahn“ zum Bach kam, kurz zwischen den Bäumen durch und über die Brücke ging es jetzt nach links (2016: rechts zur Bachdurchfahrt). Nach ca. 100 m dann hart rechts einen Hang rauf. Dieser war jetzt schon matschig. Nach einer Abfahrt zur Waldstraße gelangt man auf den Gehweg und fährt bis zum Eingang Wettkampfgelände. Dort ging es links in den Wald, der 2016 so schön staubig war nach den ersten Stunden. Erwähnte ich, dass es immer noch leicht regnete? Jetzt war dort alles matschig, die Streckenführung etwas anders als 2016. Die Wegbeschreibung ist wohl nicht ganz korrekt aber das ist egal – es kam ja wieder alles anders….

 Inzwischen machte das Gerücht die Runde, dass der Sprung wg. des Wetters aus der Strecke genommen wird. Dies sollte sich später bestätigen. Damit stand unser Lager plötzlich nicht mehr an der Strecke. Der Regen wurde stärker…. Erste Zweifel kamen in mir hoch, ob das ganze denn Sinn macht. Abreisen ging aber auch nicht mehr, inzwischen waren wir eingebaut.  Zumindest wurde bei den Juten Jungs der Grill angeworfen – unterm Regenschirm.

Streckenvergleich 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017 mit 2016
Streckenvergleich 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017 mit 2016. Rot die Strecke 2017, Blau die Strecke von 2016. Eigentlich müßten links vom Bach beide Strecken identisch sein – bis auf die paar Meter nach der Bachdurchfahrt 2016. Sie wurden allerdings mit unterschiedlichen Geräten aufgezeichnet.
Sonnabend, Start des 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017

Es regnete immer noch. Hatte es am Freitag zunächst eher genieselt, wurde am Abend der Regen stärker. Im Wohnwagen war es wenigstens trocken – abgesehen vom Wasser und Dreck, den wir mit hinein schleppten. Sonnabend also weiterhin Regen. Dann die Info: der Start wird um 2 Stunden nach hinten verschoben – also von 13 auf 15 Uhr. Das Ende bleibt bei Sonntag, 13 Uhr.  Es sind halt keine 24 Stunden genehmigt sondern ein „von – bis“ Zeitraum. Damit wurde es ein 22 Stunden Rennen. Wie durch ein Wunder hörte es kurz vor 15 Uhr tatsächlich auf zu regnen. Es ging also wirklich um 15 Uhr los. Björn machte für uns die ersten Runden.

Als die Fahrer kurz vor der Zeitmessung aus dem Wald kamen, waren die Räder völlig verdreckt. Dreckig waren sie zwar schon, als sie den Gehweg hoch kamen und in den Wald fuhren – aber aus dem Wald kommend waren die Räder oft unfahrbar. Der Dreck legte sich um den Reifen und fiel nicht ab. Crossräder wirkten wie Fat-Bikes. Die Fahrer schoben oder trugen die Räder, kratzten den Modder ab, ließen ihr Rad auf den Boden stuken, um den Dreck zum Abfallen zu bewegen…. Nach kurzer Zeit wurde auch dieser Abschnitt aus der Strecke genommen.

verdrecktes Rad
Dieses Rad sieht fast noch sauber aus, es gab Räder, da klebte der Dreck noch dicker an Reifen und Rahmen

Nebenbei bemerkt: wir waren von Beginn an nur 6 Fahrer, starteten bei den 8er Teams. Wer an der Reihe war fuhr 2-4 Runden bevor er abgewechselt wurde. Die Rundenzeiten bewegten sich dabei in unserem Team zwischen 6 Minuten 50s und 9 Minuten 30s. Abhängig natürlich vom Fahrer, Anzahl der Fahrer auf der Strecke und Streckenzustand. 

Übrig blieben somit ca. 1,8 km. Streckenführung: vom Start Richtung Treppe, hinter der Treppe dem breiten Waldweg folgend bis zum Bach. Hier aber hinter der Brücke statt nach rechts wie 2016 jetzt eben nach links. Dann nach Recht parallel zur Straße den Hang hinauf. Oben lang fahren, irgendwann geht es dann links die Böschung runter zum Gehweg. diesem folgt man bis zum Wettkampfgelände, an der Einfahrt vorbei (Achtung Autos, keine Rampe dieses Jahr) und wo das Wäldchen anfängt direkt runter zu Start/Ziel bzw. der Wechselzone.  Die Wege: nass, schlammig. Ein Stück Schotter an der Abfahrt Richtung Treppe. Treppe hochfahren war fast unmöglich, das Rad hoch tragen war schon fast erholsam. Immer wieder tiefer Stellen mit Schlamm. Das Rad rutschte irgendwo hin, man konnte nur versuchen, in die richtige Richtung zu rutschen.

Auch den Hang hinter der Brücke an der Straße kam man zunächst kaum hoch. Mein Hinterrad rutschte ständig durch, es war pure Energieverschwendung. Also auch hier: tragen. Fuhr man die Böschung Richtung Gehweg hinunter, hatte sich hier in kurzer Zeit viel Modder angesammelt. Es war verdammt rutschig. Hier haben sich einige Fahrer hingelegt. Nach wenigen Metern Fahrt knirschte die Kette voller Sand und schliff Ritzel und Schaltröllchen rund. Die Waschgelegenheit für die Räder direkt am Gehweg wurde so zum beliebten Treffpunkt. Einzelfahrer hielten kurz an und ließen sich wenigstens schnell die Kassette und Schaltung wieder freispülen.

(obwohl die Videos bzw das Logo gleich aussieht, handelt es sich hier und weiter unten um 2 verschiedene Videos)

Am frühen Abend hat es übrigens noch mal für ca. 1 Stunde geregnet. Das Gute dabei: es war nicht während meiner Runden… 😉

Übrigens ist es Daniel über einen Bekannten in der Gegend gelungen, Gummistiefel für uns zu besorgen. Das war bitter nötig. Unser Revier versank im Modeer. An dieser Stelle nochmal Danke an Nico und seinen Vater!

Für die Verpflegung war ein Buffet aufgebaut, zusammengesetzt u.a. aus Spenden der Teams. Es gab Kaffee und Tee, Zum Abend dann Nudeln mit ….Tomatensoße (die Soße wäre übrigens mein einziger Kritikpunkt an der Organisation  😉  )

Abend und Nacht

Der erste Ausfall kam mit Martins 2. Einsatz, ca. 2,5 Stunden nach Start. Das Kettenschloss war verbogen und wie sich herausstellte, fehlte am mittlerem Kettenblatt ein Zahn. Bei genauerem Hinsehen ergab sich sogar, dass ein Stück des Kettenblattes herausgebrochen ist. Martin hatte verständlicher Weise die Nase voll – und ging duschen. Der Glückliche…

kettenblattbruch
ausgebrochens Kettenblatt an Martins Rad

Erwartungsgemäß wurde es mit aufkommender Dunkelheit schlechter zu fahren. Trotz Lampe am Lenker und Helmlampe – so richtig zu erkennen war nichts. Ja, es war hell – aber letztlich sah man nur irgendwie Modder. Irgendwann stand auch Nebel in den Senken.  Da es am Abend noch kurz regnete, hatten die Wege überhaupt keine Möglichkeit, trockener zu werden. Es wurde kälter bei hoher Luftfeuchtigkeit. Es stellte sich fast die Frage nach dem Sinn. Man fuhr doch relativ vorsichtig bei diesen Bedingungen, mein Rad tat mir schon fast leid – alles knirschte und ächzte nur noch. Der Modder klebt kiloweise an Schaltwerk, Umwerfer und auch den Sachen. Einziger „Lichtblick“: es regnete nun wirklich nicht mehr. Das sollte bis Rennende auch so bleiben.

Hatte man erst mal einen schlechten Gedanken gefasst und alles drehte sich nur noch darum, wie sinnlos „das alles“ ist und dass es auch gar kein Spaß macht usw – so begab man sich irgendwie auf eine Abwärtsspirale, was die Stimmung betrifft. Mich selbst hatte es nur kurz erwischt, ich konnte dann irgendwie an was anderes denken. Es gab auch einen Fall, da redete sich jemand förmlich schlechte Laune ein…

Nachts wurde das Buffet um Hühnersuppe erweitert. Die warme Suppe tat wirklich gut.

Ich war kurz nach 1 Uhr noch mal dran und habe meine 3. Runde kurz nach 2 Uhr beendet . Für mich war es Zeit für die Nachtruhe. Also kurz die nassen, dreckigen äußeren Kleidungsschichten (wasserabweisende Jacke, Shirt, Hose) ausgezogen, zum Trocknen aufgehangen und ab unter den Schlafsack. Im Wohnwagen drehte die ganze Zeit ein kleiner Heizlüfter um für etwas Zirkulation zu sorgen. Jens legte sich einfach im Wohnwagen in den schmalen Gang auf die Erde…

Eigentlich dachte ich, ich hätte nur etwas geruht und dass ich einiges von Gesprächen oder Geräuschen draußen mitbekam – Jens meinte, ich sei „weg“ gewesen. Wie auch immer, es war etwa 4 Uhr 30, als ich wieder fuhr. Ich habe gedacht, dass ich ab Mitternacht im Bett war – lt Rundenprotokoll aber nicht…

Bereits in der Nacht sprachen einige im Team davon, dass der Weg jetzt besser zu fahren wäre. Auch in der Wechselzone konnte man bei anderen Teams davon hören. Möglich, dass einfach die Ansprüche geringer oder die Risikofreude größer wurde. Das Gute beim Fahren in der Nacht: es waren wesentlich weniger Leute auf der Strecke und man kam besser voran. 

Sonntag – bald geschafft

Mit aufkommender Morgendämmerung konnte man langsam erahnen, dass der Weg minimal trockener wurde. An einigen Stellen war die obere, dunkle Erdschicht abgefahren oder aufgebrochen, darunter kam gelber Kies oder Sand zum Vorschein. Trotzdem gab es noch genug moddrige Stellen. Den Berg kam ich aber mittlerweile ohne abzusteigen hoch.

Fast wichtiger war aber, dass sich mit zunehmender Helligkeit auch die Laune besserte. Die Stimmung stieg.

Wir stellten auch fest, dass wir auf dem 3. Platz liegen – das spornte uns weiter an. Allerdings heizte das auch die hinter uns Liegenden an, der Abstand betrug ja nur etwa 2 Runden, das entspricht etwa 12 – 14 Minuten. Die Rundenzeiten wurden jetzt besser. Lag es an den besseren Bedingungen, der besseren Strecke – oder dem Ehrgeiz, auf’s Treppchen zu wollen? Die Chance bestand ja. Jedenfalls fuhr selbst ich mittlerweile Zeiten unter 7 Minuten je Runde.

Martin kam auch wieder ins Rennen. Er fuhr von jetzt an mit Jens Rad. Da er doch recht ausgeruht war, legte er auch gleich teaminterne Bestzeiten hin. Wenn ich auf der Strecke war, haben wir meist etwas Zeit gegenüber unseren Verfolgern verloren. Die anderen 5 haben das zum Glück aber mehr als ausgeglichen. Unser Vorsprung schwankte zwischen 1 und 3 Runden. Bei den jetzt gefahrenen Zeiten sind das zwischen 6 und 18 Minuten.

Björn war wieder an der Reihe – stand kurz nach seiner Einwechselung aber wieder am Wohnwagen. Er konnte nicht mehr fahren, da die Kette ständig zwischen verschiedenen Ritzeln hin und her sprang. Zuerst war keine Ursache erkennbar. Dann bemerkte Martin(?), dass die Schaltröllchen hinüber waren. Der äußere Rand mit den (kaum noch vorhandenen Zähnen) löste sich vom inneren Teil und wackelte immer hin und her. Die Kette wurde so nicht mehr ordentlich geführt. Björn war zu diesem Zeitpunkt an der Brücke und kam zu Fuß mit dem Rad auf den Schultern zurück. Das kostete uns erheblich Zeit.

Mittlerweile lagen etliche Stunden hinter uns. Die Aufmerksamkeit ließ nach. So musste Martin mal länger fahren als gewollt, weil niemand in der Wechselzone war. Ein andermal wollte ich mit Martin tauschen. Das war so mit Jens besprochen. Da die beiden sich jetzt ja ein Rad teilten, sollte ich dazwischen eine Runde fahren. Allerdings wechselte Martin mit Daniel, der fast direkt neben mir stand, den ich aber bis dahin nicht bemerkte. Eigentlich wäre das auch die normale Reihenfolge – aber es ging eh schon durcheinander.

Björn hatte für uns das Rennen eröffnet und er war auch der letzte Fahrer, der von uns an der Reihe war. Zwei Runden lagen vor ihm, der Vorsprung vor unseren Verfolgern lag immer noch oder wieder bei ca. 1,5 Runden. Als Björn die erste Runde beendete und über die Zeitmessung fuhr, waren es nur noch wenige Minuten bis Rennende. Es würde insgesamt die letzte Runde für die Juten Jungs beim 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017 sein. Wir warteten in der Wechselzone. Unsere Startnummern mit den Transpondern hatten wir inzwischen abgemacht (außer Björns natürlich). Die letzte Runde fuhren wir gemeinsam – nur Martin fehlt, da sein Rad ja defekt war. Zum Abschluss überquerten wir  kurz nacheinander zum letzten Mal beim 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017 die Ziellinie.

Fazit

Zu Beginn war es frustrierend. Der Regen nervte. Der Dreck nervte, die nassen Klamotten nervten. Dann wurde es besser. Es wurde spanend mit unserem Kampf um Platz 3. Würden wir von weiteren Pannen verschont bleiben? Martins Kettenblatt defekt, Björns Schaltröllchen, Daniel tauschte zwischendurch die Kette. Auch bei Jens klemmte es mit der Kette bzw sprang sie öfter über. Sven und ich waren wohl die einzigen, bei denen das Rad durchgehend relativ problemlos seinen Dienst verrichtete.

Die Organisation hat gepasst. Mein persönlicher einziger Kritikpunkt war wirklich die rote Soße zu den Nudel. 😉 Die Zeitmessung erfolgte via Transponder an der Startnummer. Ich hörte von Rennen in der Berliner Gegend, wo man bei der Zieldurchfahrt laut seine Startnummer rufen muß. An 2 Monitoren konnte man meistens den aktuellen Stand der Wertung ablesen. Es gab keine schweren Stürze oder schwere Verletzungen. Die Atmosphäre war locker und – angesichts des Wetters – etwas trotzig oder „satirisch“. Ich habe ausnahmslos nette Gespräche mit anderen Teilnehmern gehabt. Verpflegung, Kaffee und Tee waren am Buffet ständig vorrätig.

Der 3. Platz läßt vielleicht alles in einem etwas rosigerem Licht erscheinen. Jetzt, 3 Tage nach dem Rennen, kommt es mir gar nicht mehr so schlimm vor – das behalte ich aber für mich, bevor Daniel auf dumme Ideen kommt.

Jungs, es war ein – trotz alledem oder auf Grund meiner geschönten Erinnerungen – geiles Wochenende. Danke Björn, Daniel, Jens, Martin und Sven!

Ein paar Fotos von den äußeren Umständen beim Rennen finden sich hier. Die Videos findet man auch auf unseren YouTube-Kanal.

Die Bildergalerie vom Veranstalter bzw. Fotografen findet man hier. Mittlerweile sind es über 3000 Fotos, die Suche nach Startnummer funktioniert noch nicht perfekt – aber jeder kann helfen, sie zu verbessern.  Leider konnte ich die Fotos, die im Wald ein Stück vor der Brücke gemacht wurden, noch nicht finden. Für Tipps bin ich dankbar.

 

 

 

2 Gedanken zu „Das 24 Stunden Rennen Ahrensboek 2017 – ein Bericht

  1. Hey Dirk,
    Also ich kann dir versichern du kannst dir den Kommentar erlauben.😉 Du hast es dir redlich verdient. 😃
    Was du hier geschrieben hast versetzt an den Ort des Geschehens sofort zurück.
    Ich bin froh das ich das Wochenende, 2 neue
    durchaus coole Freunde dazu gewinnen konnte. Also auch nochmal von mir es war eine geniale Veranstaltung. Daniel P. ich danke dir für diese Erfahrung.

    1. puh, da bin ich jetzt aber beruhigt… 😉
      Und wegen Rügen müssen wir noch mal reden, evtl gibt es ja doch was mit MTB…?

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