[UPDATE] Tag 4 der Grenzsteintrophy 2018

Gestern habe ich mir die Finger wundgetippt, da es zunächst keinen Bericht der Juten Jungs von der gst18 gab. Dann hat Björn doch was geschickt – und ich habe mir etwas von meinem Text für die Nächsten Tage aufgehoben. Für Tag 4 der Grenzsteintrophy 2018 sieht es wieder anders aus, Björn hat gestern noch was veröffentlicht und wir bedienen uns wieder dieses Textes.  Kurz am Rande, falls es interessiert: Damit manbei Google höher gelistet wird, sollte ein Text mindestens 300 Zeichen umfassen und in Überschrift, Link und Text die gleichen Wörter/Wortkombinationen (Keywords) auftreten. Dazu kommen noch ein paar andere Bedingungen. Egal, erst mal wieder die aktuelle Tabelle:

Grenzsteintrophy 2018

TagGesamt-kmhmZeit (hh:mm)Schnitt ges.(km/h)kcal
1120,2216111:0610,85575
2107,4919828:5512,05051
3122,5181010:1511,95313
4106,9911379:5010,94217
5109,45198310:3210,45209
6101,7510978:1912,24114
7141,017109:0915,45017
8140,677258:0017,55026
Daten von der Grenzsteintrophy 2018. Die Daten entsprechen nicht genau dem Track sondern umfassen evtl auch Umwege von/zur Unterkunft. Die Daten entnehme ich Daniels Garmin-Profil. Bei Garmin ist die Gesamtzeit der Tour inkl. Pausen aufgeführt. Daraus ermittelt sich dann auch der Schnitt.

Das Wort hat jetzt wieder Björn mit seinem Bericht von:

Tag 4 der Grenzsteintrophy 2018

Es begann heute etwas verspätet, gestern Abend haben wir unsere Sachen, wie eigentlich jeden Abend, per Handwäsche gewaschen. Leider waren sie heute morgen noch nicht trocken. Ergo, unsere Abfahrt verzögerte sich erneut. Letzt endlich sind wir kurz vor 10 Uhr dann endlich gestartet. Am Ende des Tages wurden es aber doch wieder mehr als 100km.

Los ging es am Tag 4 der Grenzsteintrophy 2018 mit der Rückfahrt zum Track. Diesem sollen wir  ja laut GST Kodex folgen sollen. Schon auf den ersten Kilometern wurde deutlich klar, dass die Steigungen, die „Qualität“ der Wege und die hohen Temperaturen, eine gnadenlose Kombination waren. Die Wasservorräte gingen wesentlich schneller zur Neige als an den Vortagen. Hinzu kam, dass sich Probleme mit den Bremsen an meinem Rad einstellten. Die Beläge der Vorderradbremse liessen bei den vielen nicht ganz unkomplizierten Abfahrten deutlich Material auf der Strecke und die Hinterradbremse leidet offenbar auch unter zu krassen Temperaturen, beginnt immer wieder sehr weich zu werden. Die gerade neu gewechselte Dot4 Flüssigkeit hat wohl schon genug?! Das bei mir verbaute Sram Guide System ist dem bei Daniel arbeitendem Shimano XT System mit extra Kühlkörpern deutlich unterlegen.

Diese Umstände im Gesamten sorgten dafür, das wir auf leichtere weniger wellige Wege mit weniger Bremsbedarf und Steigung ausgewichen sind um Material und Gesundheit zu schonen. Es ist zwar eine Trophy in welcher der Kodex bewusst hochgehalten wird. Aber Sicherheit geht einfach vor und um weiter Strecke zu machen, eignet sich der Werra Radweg einfach wunderbar. Verlief dieser doch heute immer parallel zum Grenzwegtrack.

Was mir heute wieder sehr bewusst wurde ist der Mangel an Gastwirtschaften, Supermärkten oder anderen Versorgen. In jedem anderen Land um uns Deutsche herrum gibt es selbst im kleinsten abgelegensten Kaff oft eine Gastwirtschaft, einen Lebensmittelhändler oder beides in einem. An unserem Weg bisher eher nur sehr selten. Es fällt auf, dass die Vorgärten oft akkurat gepflegt und angelegt sind. Da hat jeder Gartenzwerg seine definierte Blickrichtung. Aber einen Ort der Begegnung, der Kommunikation oder einfach um sich mal zu treffen… Fehlanzeige. Schade, sehr schade.

Dafür stehen hier ganze Alleen von Kirschbäumen, so voll mit reifen Früchten, dass Äste drohen abzubrechen. Unsere regelmässigen „Stichproben“ ergaben immer aller höchste Qualität. Aber scheinbar niemand kümmert sich um die Ernte. Das ist selbst für die Vögel zu viel. Selbstverständlich stehen aber die Kirschschalen aus „wat wees ick wo“ beim Obsthändler des Vertrauens für teuer Geld rum und werden für krasse Kurse auch an Einheimische vercheckt. Ziemlich dumme Sache!

Am Abend haben wir dann wie immer einen Ort vereinbart an dem wir zu gegebenen Zeit für die Nacht einchecken können. Diesmal fand sich aber erst nach einigem Suchen in Lindewerra eine Unterkunft. Doch diese ist wirklich super, eine ganze Ferienwohnung mit Badewanne, welche von Daniel sofort ausgiebig genutz wurde. Und die gute Dame, die uns hier vermietet hat, hat auch unsere Klamotten in die Waschmaschine gehauen und auf die Leine gehängt. Absolut nicht selbstverständlich, großer Daumen hoch. Top!!!

Zum Abendessen ging es wenige Gehminuten entfernt in die „Alte Stockmacherei“, wo uns der Wirt Wolfgang und seine nette Bedienung zuvor auf die Ferienwohnung aufmerksam gemacht haben. Es war zwar schon Küchenschluss aber unser „hunriges Flehen“ erweichte sein Herz und er zauberte uns ein perfektes Abendessen auf den Tisch. Später zeigte er uns noch Bilder von Lindewerra und wie es vor der Wende aussah und wo die Mauerbefestigungen direkt vor der Tür durch den Ort gingen. Unvorstellbar wie sich das alles verändert hat und viel krasser mit welchen Einschränkungen jahrzehntelang die Menschen hier und vermutlich an vielen anderen Orten zur Zeit der innetdeutschen Grenze gelebt haben müssen.

Morgen Vormittag wird vor der Abfahrt ein wenig an meinem Bock geschraubt damit es sicher wieder auf den Track gehen kann. Zum Glück habe ich ein paar Ersatzteile wie neue Bremsbelege schon mitgemmen.

Gute Nacht!

Soviel zu Tag 4 der Grenzsteintrophy 2018. Ein ähnliches Problem mit den Bremsen hatte ich z.B. in und nach Sebnitz auch (der Bericht steht immer noch aus…) Wenig Bremsleistung, lautes Quitschen. Erst diese Woche habe ich die Beläge mal rausgenommen und mal kurz über feinem Schleifpapier gezogen. Auch über die Bremsscheiben habe ich mal kurz mit dem Schleifpapier rübergewischt. Das Quitschen hat damit ein Ende.

 

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frisches Gemüse am Wegesrand
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Obst gab es da auch

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aus der Ferne grüßt die Wartburg
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Pause in gehobenem Ambiente…

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zählt das als Doping?
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..ist aber bestimmt THC-frei

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zur Zeiten der Grenze sah es so aus: breite Schneisen und Zäune
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jetzt ist der ehemalige Grenzverlauf kaum noch zu erkennen
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hier ein paar fotografierte Schautafeln von den früheren Grenzanlagen

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